Die kurze Antwort. Die Bruttorendite der Kurzzeitvermietung an Phukets touristischer Westküste liegt bei 6–8% pro Jahr; nach allen Kosten bleiben bei Eigenvermietung 4–6% netto; professionelle Verwaltung erreicht auf der richtigen Einheit 7,8–8,4% netto bei 72–78% Auslastung. Langzeitvermietung liefert 4–6% brutto bei minimalem Aufwand. Die «garantierten 7–10%» aus der Werbung sind keine Rendite, sondern eine Preisbedingung — unten zerlegen wir, wie diese Programme tatsächlich funktionieren. Dies ist ein Rechen-Artikel: der volle Wasserfall vom Umsatz zum Nettogeld, ein Zeile-für-Zeile-Modell an einer konkreten Einheit, Renditen nach Lagen und eine Checkliste zum Stresstest jedes Vermietungsmodells vor dem Kauf. Jede Marktzahl stammt aus Branchenberichten — mit benannter Quelle.
Warum die «6–12% Rendite» aus der Werbung eine nutzlose Zahl ist
Die Spannbreite der Versprechen ist so groß, dass Analysten sie funktional bedeutungslos nennen: Eine Zahl vermengt brutto und netto, Hochsaison und Gesamtjahr, Umsatz vor und nach Provisionen. Die Leseregel für jedes Angebot: Bruttorendite ist der Mietumsatz geteilt durch den Kaufpreis — vor jeder einzelnen Ausgabe. Nicht abgezogen sind Verwaltung und Plattformgebühren, Hausgeld, Nebenkosten, Möbelverschleiß, Leerstand und Steuern. Zwischen der Prospekt-Rendite und dem Geld auf Ihrem Konto liegen 30–50% Differenz — und dieser Artikel zeigt, wie man sie im Voraus berechnet.
Die Nachfrage: worauf Phukets Mietmarkt tatsächlich steht
Kennzahl (2025 — Anfang 2026) | Wert und Quelle |
Tourismus-Erholung | ~97,5% von 2019: 4,16 Mio. internationale Ankünfte Jan–Okt 2025 (Bangkok Post / Flughafendaten Phuket) |
Saisonkurve der Hotels | Spitze 91,8% im Januar, Jan–Apr durchgehend über 81%; Tief 66,9% im Juni (Knight Frank, 1. Hj. 2025) |
Hotel-ADR | 5.652 Baht, +7,8% ggü. Vorjahr (Knight Frank, 1. Hj. 2025) |
Median-Auslastung Kurzzeitvermietung | ~65% (≈237 Nächte/Jahr) über ~11,8 Tsd. aktive Inserate (Airbtics, Sep 2024 — Aug 2025) |
ADR Kurzzeitvermietung | ~3.000 Baht für das Median-Inserat; Villen und Premium deutlich darüber (Airbtics) |
Durchschnittlicher Jahresumsatz je Inserat | ~716 Tsd. Baht (Airbtics) |
Median-Langzeitmiete (Massensegment) | ~35.000 Baht/Monat (Marktauswertung über ~54,6 Tsd. Anfragen, 2026) |
Prognose Tourismuseinnahmen 2026 | +10% ggü. 2025, auf ~605 Mrd. Baht (Phuket Tourist Association) |
Quellen je Zeile benannt; Daten Ende 2025 — 1. Hj. 2026. Kurzzeitvermietungs-Aggregatoren (Airbtics, AirDNA, AirROI) messen aktive Plattform-Inserate mit unterschiedlichen Methodiken — nutzen Sie Größenordnungen, keine Nachkommastellen.
Drei Schlüsse. Erstens: Der Markt steht auf zwei verschiedenen Nachfragen — touristisch-kurzfristig (Saisonkurve von 91,8% im Januar bis 66,9% im Juni) und ganzjährig-langfristig (Expats, Überwinterer, Remote-Worker — Median ~35.000 Baht/Monat). Das sind unterschiedliche Geschäftsmodelle mit unterschiedlicher Ökonomie, kein «wird sich schon vermieten». Zweitens: Die Median-Einheit läuft mit ~65% Jahresauslastung — zeigt das Bauträgermodell 85%+ ganzjährig, wird Ihnen der Januar auf zwölf Monate gestreckt gezeigt. Drittens: Hotel-ADR (5.652 Baht) und die Median-Privateinheit (~3.000 Baht) liegen fast um das Doppelte auseinander — mit Hotels konkurriert man über Produkt und Verwaltung, nicht über den Fakt «Wohnung am Meer».
Der Lagenkontext entscheidet die halbe Rechnung — Tiefe des Touristenstroms, saisonale Stabilität und Neubau-Pipeline je Zone stehen im Guide zu Phukets Lagen.
Der Wasserfall: wie aus 8% brutto 4% netto werden
Wir rechnen an einer typischen Einheit — weder der besten noch der schlechtesten: 1-Zimmer-Condo ~45 m² an der touristischen Westküste, Preis 7,5 Mio. Baht, Kurzzeitvermietung über einen Betreiber. Zahlen gerundet — die Struktur zählt; setzen Sie Ihre eigenen ein:
Modellzeile — 1-Zimmer-Condo ~45 m², Westküste, Preis 7,5 Mio. Baht | Baht/Jahr | Kommentar |
Bruttoumsatz: ADR 2.800 × 219 Nächte (60% auf der Saisonkurve) | 613.000 | 8,2% brutto — eine starke Einheit am oberen Marktrand |
− Verwaltung und Vertriebskanäle (25% des Umsatzes, inkl. Plattformgebühren und Wechselreinigung) | −153.000 | Eigenvermietung nullt diese Zeile nicht: Plattformen nehmen 15–18%, dazu Reinigung und Ihre Zeit |
− Hausgeld (CAM 55 Baht/m²/Monat × 45 m²) | −30.000 | Fällt unabhängig von der Auslastung an |
− Nebenkosten und Internet (Eigentümeranteil) | −24.000 | Klimaanlagen-Strom in den Tropen ist kein Rundungsfehler |
− Rücklage für Verschleiß und Ersatz (~1% des Einheitswerts) | −75.000 | Möbel, Geräte, Renovierung alle 5–7 Jahre — die Zeile, die jeder Marketing-Rechner weglässt |
− Versicherung, Kleinreparaturen, Unvorhergesehenes | −10.000 | |
= Nettobetriebsergebnis (vor Steuern) | ≈321.000 | ≈ 4,3% netto |
Was daraus mitzunehmen ist. (1) Keine Kostenzeile ist optional: Ohne Betreiber zahlen Sie stattdessen Plattformen, Reinigung und die eigene Zeit; die «vergessene» Verschleißrücklage wird schlicht zur überraschenden 300.000-Baht-Renovierung im fünften Jahr. (2) 4,3% netto sind ein normales Ergebnis für eine gut geführte Einheit — kein Misserfolg. (3) Es gibt nur zwei Hebel nach oben: den Umsatz (Einheit, Produkt, Pricing, Verwaltung — Profi-Betreiber auf tiefem Touristenstrom erreichen 72–78% Auslastung und 7,8–8,4% netto) und den Einstiegspreis (wofür Sie diese Prozentpunkte kaufen). Alles andere sind Konstanten.
Die Kleinticket-Falle, über die niemand schreibt: Bei günstigen Einheiten fressen Fixkosten einen überproportionalen Anteil. Ein 2-Mio.-Baht-Studio in Rawai mit 7–8% brutto (Jahresumsatz ~140–170 Tsd. Baht laut Marktdaten) behält nach Hausgeld, Nebenkosten, Reinigung und Verschleißrücklage 3,5–5% netto — weil Hausgeld und der Austausch der Klimaanlage nicht mit dem Kaufpreis mitschrumpfen. Niedriger Einstieg ≠ hohe Nettorendite. Zur Einordnung: Selbst diese Prozente liegen um ein Mehrfaches über dem Baht-Festgeld (~1,5–2%) und den typischen Wohnrenditen europäischer Hauptstädte (2–4%) — und obendrauf stapeln sich meist Wertzuwachs und Eigennutzung. Aber kaufen Sie kein kleines Ticket für die «8% aus dem Prospekt».
Was 4% von 8% trennt: fünf Rendite-Hebel
Die Lücke zwischen der Median-Einheit (4–6% netto) und der Marktspitze (7,8–8,4%) ist kein Glück, sondern die Summe steuerbarer Entscheidungen:
Auslastung. Median ~65% gegen 72–78% bei Profi-Betreibern sind +12–20% Umsatz auf derselben Einheit: dynamisches Pricing, Kanäle, Antwortgeschwindigkeit, Bewertungen.
ADR über das Produkt. Design, Ausstattung, Fotografie und Positionierung bewegen den Nachtpreis um 10–20% im selben Gebäude — der Gast vergleicht Inserate, nicht Grundbuchmeter.
Direktbuchungen. Jede Buchung an den Plattformen vorbei spart 15–18% Provision; starke Betreiber erreichen zweistellige Anteile an Direkt- und Wiederholungsbuchungen.
Segment und Unit-Mix. Villen und Familieneinheiten erzielen ein Vielfaches des Studio-ADR: Der durchschnittliche Jahresumsatz je Inserat (~716 Tsd. Baht laut Airbtics) wird gerade von Villen nach oben gezogen; das richtige Format für die Nachfrage der Lage zählt mehr als zusätzliche Meter.
Das Mischmodell. Mittelfristverträge in der Nebensaison schließen das Hauptloch des Kalenders — die inselweiten 66,9% Auslastung im Juni.
Alle fünf Hebel sind operativ: Sie sind die Antwort darauf, warum auf demselben Markt der eine Eigentümer 4% und der andere 8% erzielt. Genau deshalb zählt die Wahl von Projekt und Betreiber mehr als die Wahl «einer Lage im Allgemeinen».
Renditen nach Lagen: wo welche Prozente — und warum
Zone | Brutto (Richtwert) | Netto (Richtwert) | Treiber und Risiken |
Patong / Kata / Karon | 6–8%, beste Einheiten darüber | 4–6%; bis 7,8–8,4% mit Profi-Verwaltung | Tiefster Touristenstrom; härteste Konkurrenz — die Verwaltung macht das Ergebnis |
Kamala | 6–7,5% | 4–5,5% | Patongs Nachfrage ohne dessen Lärm; knappes Angebot. Arbeitsmodell: Mischvermietung |
Bang Tao / Laguna | 5–7% | 4–5,5% | Premium-Raten und stärkster Langzeitmarkt; der hohe Einstieg drückt den Prozentsatz — kompensiert durch Resilienz und Wertzuwachs |
Rawai / Nai Harn | 7–8% | 3,5–5%, gut geführte Einheiten ~5,5% | Niedriger Einstieg, aber Fixkosten fressen am kleinen Ticket überproportional; 40–55% Auslastung außerhalb der Saison; 1.200+ Konkurrenz-Einheiten in der Pipeline |
Osten (Cape Panwa) | 4–5% | 3–4% | Ruhiges Wasser und Abgeschiedenheit — ein Wohnmarkt, kein Cashflow-Markt |
Value-Gürtel (Chalong / Kathu / Phuket Town) | Kurzzeit schwach | Langzeit 3,5–5% | Kurzzeit-Auslastung in Phuket Town bei 33–41% (AirROI) — ehrliches Signal: hier spielt man Langzeitvermietung und Wertzuwachs |
Brutto = Umsatz/Preis vor Kosten; netto = nach Betriebskosten, vor Steuern. Condo-Richtwerte für Anfang 2026; die konkrete Einheit kann in beide Richtungen aus dem Band fallen.
Das Angebot je Strategie: Patong und Kata für tiefen Kurzzeitstrom, Kamala für das Mischmodell, Bang Tao für Premium-Langzeit, Rawai für Wohnen und lange Mietverhältnisse, Phukets Neubauprojekte für den Einstieg in der Bauphase.
Kurzzeit, Langzeit oder das Mischmodell
Kurzzeitvermietung: maximaler Umsatz, maximaler Aufwand. Funktioniert, wo der Touristenstrom tief ist (Patong, Kata, Karon, Kamala) und die Verwaltung stark. Die Gegner: die Saisondelle (Juni inselweit 66,9%) und die Einheiten-Konkurrenz — ~11,8 Tsd. aktive Inserate, der Gast wählt nach Fotos, Bewertungen und Nachtpreis.
Langzeitvermietung: 4–6% brutto, aber die Kostenstruktur ist radikal einfacher — keine Plattformgebühren, keine Wechselreinigung, keine kurzen Leerstände, Nebenkosten beim Mieter. Netto rückt nah an brutto, die Einheit verschleißt langsamer. Das Modell von Bang Tao (Premium-Raten von Expat-Familien), des Südens und des Value-Gürtels.
Das Mischmodell: Kurzzeit in der Hochsaison (November–April) + Mittelfristverträge über 1–6 Monate in der Nebensaison. Schließt die Hauptlücke der Kurzzeitvermietung — die Sommerdelle — und ist besonders logisch in Kamala und Kata (wo die Sommer-Surfnachfrage selbst Kurzzeit außerhalb der Saison am Leben hält).
«Garantierte Rendite»: wie diese Programme wirklich funktionieren
Programme mit «garantierten 5–7% über 3–5 Jahre» sind ein Standard-Verkaufsinstrument für Neubauten. Die ehrliche Mechanik: Die Garantie wird aus dem Kaufpreis finanziert. Der Bauträger kalkuliert künftige Auszahlungen in den Preis ein (Programm-Einheiten kosten oft mehr als vergleichbare ohne) und zahlt Ihnen einen Teil Ihres eigenen Geldes nach Plan zurück. Kein Betrug — ein in Raten ausgezahlter Rabatt, verpackt als Rendite. Vor der Unterschrift prüfen:
Wer garantiert. Verspricht die Bauträger-Gesellschaft, der Betreiber oder eine vermögenslose SPV? Die Garantie ist exakt so belastbar wie die Zahlungsfähigkeit des Garanten im fünften Jahr.
Prozent wovon. 5% eines Preises mit einkalkuliertem Programm können 4% des ehrlichen Marktpreises ohne Programm entsprechen. Vergleichen Sie mit vergleichbaren Einheiten ohne Programm.
Was danach kommt. Der häufigste Schock ist das sechste Jahr: Programm beendet, die Einheit trifft auf den offenen Markt mit realer Auslastung und realen Kosten. Verlangen Sie Ist-Zahlen laufender Projekte des Betreibers: Auslastung, ADR, Netto-Auszahlungen an Eigentümer.
Eigentümer-Beschränkungen. Wie viele Nächte pro Jahr dürfen Sie selbst wohnen, zu welchen Terminen, und was macht der Betreiber mit der Einheit (Pooling, Rotation, Verschleiß).
Der Ausstieg. Verkauf innerhalb des Programms möglich? Geht es auf den Käufer über? Gibt es einen Buyback und zu welchen Bedingungen — ein unbesicherter «Rückkauf zum Kaufpreis» ist das Papier wert, auf dem er gedruckt ist.
Steuern: was nach dem Staat übrig bleibt
Thailändische Mieteinnahmen werden in Thailand besteuert: Bei Nicht-Ansässigen werden 15% an der Quelle einbehalten; Ansässige zahlen die progressive Skala 5–35% mit Kostenabzug (pauschal 30% oder belegte Ist-Kosten) — die Veranlagung schlägt den Quellenabzug oft. Dazu die jährliche Land & Building Tax (für ein typisches Condo symbolische Beträge ab 0,02% des Schätzwerts). Das Doppelbesteuerungsabkommen Deutschland–Thailand weist das Besteuerungsrecht für Einkünfte aus unbeweglichem Vermögen Thailand zu; die konkrete Vermeidung der Doppelbesteuerung auf deutscher Seite klären Sie mit Ihrem Steuerberater. Der volle Steuer-Guide mit Rechenbeispielen: Steuern auf Immobilien in Thailand.
Gesamtrendite: Miete plus Wertzuwachs
Der Cashflow ist die halbe Antwort. Die andere Hälfte ist der Wertzuwachs: Der Markt wächst selektiv (~+2% p. a. inselweit, +35–55% nominal über ein Jahrzehnt laut Branchenüberblicken), wobei knappe Lagen und starke Projekte vorangehen. Der Fünfjahresrahmen: eine Qualitätseinheit West/Nordwest — Gesamtrendite in der Größenordnung von 6–10% p. a. (4–6% Nettomiete, bis 8,4% mit Profi-Verwaltung, plus selektiver Wertzuwachs), bei den besten Kombinationen aus knapper Lage und starkem Betreiber darüber. Amortisations-Benchmarks über Miete: 12–17 Jahre brutto, 17–25 Jahre netto bei Eigenvermietung, ~12 Jahre netto an der Obergrenze der Profi-Verwaltung. Die Wertzuwachs-Treiber je Zone — Infrastrukturzyklus, Landknappheit im Nordwesten, Angebots-Pipeline des Südens — stehen im oben verlinkten Lagen-Guide.
Checkliste: das Vermietungsmodell vor dem Kauf stresstesten
Rechnen Sie das Bauträgermodell mit 60–65% Auslastung über ein volles Jahr mit Saisonkurve nach — nicht Januar ×12.
Fordern Sie Ist-Zahlen des Betreibers aus laufenden Objekten an: Auslastung, ADR, Netto-Auszahlungen der letzten 12 Monate.
Bauen Sie den Wasserfall Zeile für Zeile nach — inklusive 1% des Einheitswerts pro Jahr für Verschleiß und Ersatz.
Prüfen Sie die Angebots-Pipeline: Was entsteht im Umkreis von 2–3 km und trifft in 2–3 Jahren als Konkurrent Ihrer Einheit auf den Markt?
Vergleichen Sie die «Garantie-Einheit» mit vergleichbaren ohne Programm — die Preisdifferenz ist der Preis der «Garantie». Die Rechtsseite läuft nach Standard-Playbook: der Kaufprozess und die Eigentumsformen.
Rechnen Sie die Langzeitvermietung als Fallback: Liegen die Nettozahlen von Kurz- und Langzeit innerhalb eines Prozentpunkts, zahlt sich der Kurzzeit-Aufwand nicht aus.
Behalten Sie den Währungsrahmen: Eine Baht-Rendite ist keine Rendite in Ihrer Heimatwährung; die Volatilität des Baht zu Euro und Dollar addiert eigene Varianz.
Dieser Beitrag ist informativ und keine Anlageberatung.
Häufige Fragen
Welche reale Mietrendite bringt ein Condo auf Phuket?
Brutto an der touristischen Westküste 6–8% pro Jahr; nach Verwaltung, Hausgeld, Nebenkosten, Verschleiß und Leerstand bleiben bei Eigenvermietung 4–6% netto, die besten professionell verwalteten Einheiten erreichen 7,8–8,4% netto bei 72–78% Auslastung. Langzeitvermietung: 4–6% brutto bei minimalen Kosten.
Welche Auslastung erreicht Kurzzeitvermietung auf Phuket?
Die Median-Einheit auf den Plattformen läuft mit ~65% pro Jahr (≈237 Nächte, Airbtics-Daten 2024–2025). Die Saisonkurve ist steil: Der Hotelmarkt fällt von 91,8% im Januar auf 66,9% im Juni; im Budget-Süden schwankt es noch stärker — 80–90% in der Saison gegen 40–55% im Sommer.
Kann man den «garantierten 7%» eines Bauträgers trauen?
Garantieprogramme sind legale Mechanik — aber sie zahlen einen Teil des Kaufpreises nach Plan zurück, keine Marktrendite. Prüfen Sie: die Zahlungsfähigkeit des Garanten, den Preis gegen Vergleichseinheiten ohne Programm, die Bedingungen nach Programmende und Ihre Ausstiegsrechte. Der echte Test sind Ist-Auszahlungen an Eigentümer in bereits laufenden Projekten.
Was ist rentabler: Kurzzeit- oder Langzeitvermietung?
Beim Bruttoumsatz gewinnt Kurzzeit, nach Kosten schrumpft der Abstand: 4–6% netto Kurzzeit gegen 3,5–5% nahezu aufwandsfreie Langzeit. Kurzzeit lohnt in nachfragetiefen Lagen mit starker Verwaltung; Langzeit passt zu Bang Tao, dem Süden und dem Value-Gürtel. Das Mischmodell schließt die Sommerdelle.
Welche Kosten fressen die Rendite?
Verwaltung und Vertriebskanäle (20–30% des Umsatzes bzw. 15–18% Plattformgebühren plus Reinigung bei Eigenvermietung), Hausgeld (CAM ~40–80 Baht/m²/Monat), Nebenkosten, die Verschleißrücklage (~1% des Einheitswerts pro Jahr — die Zeile, die jeder Werbe-Rechner überspringt), Leerstand und Steuern (15% Quellenabzug für Nicht-Ansässige).
Kann ich mit Hypothek kaufen und die Rendite hebeln?
Praktisch nein: Hypothekenfinanzierung für Ausländer ist in Thailand kaum verfügbar (wenige Banken, strenge Bedingungen, hohe Zinsen) — der Nichtansässigen-Markt läuft auf Cash. Ratenpläne der Bauträger während der Bauphase sind das einzige verbreitete Instrument zur Zahlungsstreckung; den klassischen Kredithebel europäischer oder US-Märkte gibt es hier nicht — was nebenbei ein Grund für die Krisenresilienz des Markts ist.
Wie rechne ich die Rendite einer konkreten Einheit vor dem Kauf?
Die Formel: ADR × realistische Nächte auf der Saisonkurve (Richtwert 60–65% des Jahres) = Bruttoumsatz; minus Verwaltung/Kanäle, Hausgeld, Nebenkosten, 1% Verschleißrücklage und Versicherung = Nettobetriebsergebnis; geteilt durch die vollen Anschaffungskosten inklusive Transaktionskosten (2,5–6,3% obendrauf). Vergleichen Sie mit der Marktnorm von 4–6% netto — alles deutlich darüber braucht eine Erklärung, woher es kommt.